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Waffen und Ausstattung
(Streitkolben)
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Im folgenden möchte ich Ihnen meine Streitkolben vorstellen. Zugegeben, der erste ist nicht 100% ig Historisch (dafür müssten Griff und Stiel aus Holz sein und die Blattform wäre nicht so geschwungen), aber auch ohne Historisch so ganz genau zu sein ist er ein super böses Gerät. Im Mittelalter hatte der Streitkolben unter anderem den Spitznamen "Schildbrecher" da der Mittelalterliche Schild nicht, wie heute oft bei Schaukämpfen zu sehen, aus Metall sondern aus Holz bestand. Wer einmal so ein Teil in Händen hatte, und damit auch zugeschlagen hat, der weiß genau wovon die Rede ist. Die Folgen eines Schlages mit so einem Teil sind schlicht verheerend! |
Im August 2005 habe ich mir dann einen zweiten,
mindestens genau so bösen, Streitkolben zugelegt.
Dieser ist Historisch genauer für meinen angepeilten zeitlichen Rahmen.
Die Gesamtlänge des Kolbens beläuft sich auf ca. 55 cm.
Den Stiel / Griff habe ich inzwischen durchbohrt
und einen Lederriemen zur Handsicherung eingezogen.
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Rechts der selbst geflochtene Knoten im Detail.

Die Flechtanleitung zu diesem Knoten habe ich aus dem Buch:
Leather Braiding von Bruce Grant aus dem U.S.-Verlag CMP
Hier nun folgendend ein Bild des Abschlußstückes in Originalgröße.
Länge des geschmiedeten Kopfes ca. 10 cm.
Länge der Dornen ca. 3,5 cm.
Kantenlänge der Dornen an der Basis ca. 1,5 cm
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Seit September ´07 kann ich auch einen dritten, ähnlich konstruierten und sehr gemeinen Schildbrecher (Streitkolben) vorzeigen. Wie man vielleicht bereits gemerkt haben dürfte, habe ich eine besondere Vorliebe für diese Waffengattung da mit diesen Geräten der erste Angriff am "Tatort" nunmal am gründlichsten und nachhaltigsten ausfällt.
Diese "Meinungsverstärker" eignen sich eben am besten für´s Grobe, und das Schwert kann man dann ja immer noch ziehen, sollte es nötig sein, d.h. falls dann vom Gegner noch genug übrig ist was man mit dem Schwert kleinhexeln kann. |
Hier folgend das schöne Kopfteil in einer Nahaufnahme.
Gesamtlänge: ca. 60 cm (Ohne Lederband)
Länge der Dornen ca. 4,5 cm.
Kantenlänge der Dornen an der Basis ca. 1,5 cm
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Wer mit solchen Geräten beim Schaukampf erwischt wird, findet sich oft schneller neben dem Schaukampf-Platz wieder als er Ihn betreten hat. Und das aus wirklich gutem Grund. Meine Versuche auf einem Metall-Reststück des selbst gebauten Topfhelmes haben gezeigt, das selbst bei geringstem Kraftaufwand ganz erhebliche Deformierungen auftraten, welche einen darunter befindlichen Knochen locker hätten brechen lassen.
Genau das war damals ja unter anderem auch der Sinn dieser Waffengattung. Falls es nicht gelang den Gegner zu töten, sollte seine Rüstung wenigstens dermassen deformiert werden, das entweder seine Kochen brachen, oder/und er nicht mehr ohne einen Schmied aus der Rüstung heraus kam und seine Beweglichkeit gegen Null reduziert wurde. |
Neu 12/08
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Einen ähnlichen Zweck wie der Streikolben erfüllte auch der spätmittelalterliche Kettenmorgenstern, ein wohl ebenso bekanntes "Werkzeug" jener Tage (15. Jh.). Jedoch konnte man aufgrund der Kette um den Schild herum, also quasi "um die Ecke" schlagen. Schlug z. B. die Kette oben auf den Rand des Schildes, schleuderte die (meistens mit Spitzen versehene Kugel) um die Kante herum und schlug auf den Unterarm des Schildträgers. Dieser brach bei dieser Gelegenheit wohl häufig und machte den Schildarm damit nutzlos.
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