VII


Das Ankleiden
(Reiterbruche)


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Manchmal muß man auch einfach etwas Glück haben.

Und so war mir das Schicksal im Oktober 2003 wohl gnädig als ich durch Zufall an ein großes Stück Leder kam, das dann auch noch Konkurenzlos günstig war, da es aus einer Geschäftsaufgabe stammte.

So kann ich hier nun im November 2003 dank dieser glücklichen Fügung eine aus Leder gefertigte Reiterbruche vorstellen. Selbst eine Ledergugel war noch drin, da das Stück groß genug war, aber das gehört hier nicht her und deshalb gehe ich auch nicht näher darauf ein (das wird ein anderes Outfit. Vielleicht Köhler oder sowas; und nein, dazu wird es keine neue Webseite geben :o)).


B
Diese Bruche ist im Gegensatz zur vorher zu sehenden aufwendiger im Schnittmuster und in der Herstellung, ausserdem rundherum geschlossen (keine offenen Beinröhren).

Diese Art der Bekleidung war ausschließlich Rittern und Edelleuten vorbehalten.

Einfache Bauersleut und die Dorfbevölkerung niederen Standes kleideten sich wohl mit der offenen Variante aus Stoff (auf welchem Pferd hätten die Bauersleut auch reiten sollen?).


Damals -so sagen diverse Quellen- war diese "Unterhose" aus Hirschleder was mir aber leider nicht möglich war zu realisieren, da das günstige Angebot leider kein Hirsch- sondern Rinderleder war. Allerdings -so finde ich- sieht auch das schon richtig Klasse aus.

Wer unbedingt Hirschleder verwenden möchte, kann versuchen eine Bayerische Lederhose "umzubauen". Diese sind nämlich aus Hirschleder (dies nur als Tip). Allerdings dürfte der dafür verwendete Schnitt für das hier dargestellte Jhd. Historisch betrachtet nicht sehr genau sein.

B


Mein besonderer Dank gilt Simone J. und ihrer Mutter ("Danksagung" am linken Seitenrand) für die wundervolle, schwierige und langwährige Schneiderarbeit.


Hier noch etwas Grundsätzliches:

Alle Gewandungsteile sind unter Verwendung heute üblichen Nähgarns Maschinengenäht.

Mir genügt es völlig mich so genau wie möglich an Historische Vorlagen zu halten und somit den "Anschein" einer mittelalterlichen Gewandung zu erwecken, da muß ich es nicht noch dahingehend übertreiben alles per Hand zu nähen bzw. nähen zu lassen (soviele Silberlinge habe ich nämlich nicht). Dazu kommt noch, daß man den Unterschied auf 3 Meter Entfernung sowieso nicht mehr ausmachen kann. Ausserdem möchte ich etwas "Darstellen" und das darf man wohl auch mit den Mitteln des aktuellen Jahrhunderts realisieren.


An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen für die vielen netten, freundlichen und aufmunternden Mails bedanken, die mich zu dieser Webseite schon erreicht haben. Ich freue mich, daß ich weiterhelfen konnte und sogar schon für einige Besucher dieser Seite(n) die Vorlage(n) geliefert habe nach der inzwischen weitere Gewandungen gefertigt werden.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die dieses schöne Hobby mit mir teilen, weiterhin noch viel Spaß und Freude am Werkeln und an dieser Webseite mit den darin befindlichen Informationen welche ich mit sorgfältiger und langwähriger Recherche zusammengetragen habe.


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