VIII
Die Kettenhaube
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Die Idee zu dieser Arbeit hatte ich eigentlich schon ewig, leider konnte ich lange Zeit keine flachen, brünierten und bereits gelochten Ringe finden und auch der handwerkliche Aufwand schreckte mich zuerst doch sehr stark ab. Mit dem Film "Königreich der Himmel" (meiner Meinung nach übrigens, trotz kleiner Schwächen, das beste was Hollywood zu diesem Thema bis jetzt abgeliefert hat) stieg die Lust auf diese Arbeit allerdings in vorher nie gekannte Höhen, so daß ich dieses Projekt dann schließlich doch in Angriff nahm (inzwischen hatte ich auch Quellen für die Ringe aufgetrieben).
Im folgenden stelle ich daher nun meine dritte ( und letzte ! ? ! ? ) Kettenhaube vor. |

( Neu 3 / 06 )
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Sie ist ebenfalls nach dem auf Seite I u. II beschriebenem Muster von mir geflochten, dabei allerdings vernietet und mit einem Mundlatz versehen worden. Besagter Mundlatz ist, wie hier zu sehen, mit Leder hinterlegt und mit gepichtem Zwirn Handvernäht.
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( Neu 3 / 06 )
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Die Schnürung auf der linken Seite macht aus Rüstungstechnischer Sicht am meisten Sinn, da die linke Seite des Körpers mit dem Schild besser abgedeckt werden kann als die Rechte und ein Treffer der die Schnürung zerschneiden würde, und den Mundlatz herunterklappen lassen würde, besser verhindert werden kann.
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Solche Helme könnten die Deutschordensritter zur Zeit der Umwandlung des Ordens von der Spitalgemeinschaft zum Ritterorden (1198) getragen haben, wobei es die Länge und Form des Nasals wohl in vielfachen Variationen gegeben haben dürfte.
Für alle die noch einige Bilder von der Herstellung der Niethaube sehen möchten habe ich hier im Aug. ´06 nachträglich noch sieben Bilder eingefügt. |

Anfang der Flechtarbeiten.

Etwas später sah´s dann schon so aus.

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Hier kann man sehen, was ich bei der Flechtanleitung meine, wenn ich sage: "Nun können Sie sich schonmal langsam Gedanken um den Gesichtsausschnitt machen. Einfach die Größe des Ausschnittes wählen und diese Anzahl der Ringe weglassen". |

Diese Dimensionen brauchte ich, weil eine gepolsterte
Bundhaube drunter gezogen wird.

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Hier die gepolsterte Bundhaube aus Leder. In Stirnhöhe habe ich ein Lederband in die Kettenhaube eingezogen, da man so die Haube perfekt am Kopf festzurren kann. So gesichert rutscht definitiv nichts mehr ins Gesicht.
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Auf diesem Bild kann man sehr gut sehen, was ich bei der Flechtanleitung meine, wenn ich sage: "Arbeiten sie nun stur mit der selben Anzahl pro Ringe in einer Reihe weiter (plus einen am Anfang und Ende jeder Reihe um das Gesichtsfeld langsam wieder zu schließen) und Sie bekommen automatisch einen "Schlauch". Diesen dann so lang machen, bis er auf´s Schlüsselbein ragt. Inzwischen sollte das Gesichtsfeld auch geschlossen sein". |

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Den Mundlatz habe ich erst angesetzt nachdem das Gesichtsfeld bereits geschlossen war. Mir persönlich erschien dieser Weg einfacher, aber da hat wohl jeder seinen eigenen Weg und seine eigenen Vorlieben.
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