Andere Dolchformen

[zurück]


Die Pflegetips für Klingen, welche auf der Schwertseite zu lesen sind,
gelten selbstverständlich auch für die Dolche.


Hier im folgenden der älteste Dolch in meinem Besitz:
Nicht besonders historisch genau, aber für´s erste musste er reichen.
Das Lineal hat eine Länge von 30 cm um die Dimensionen zu verdeutlichen. Diesen Dolch hatte ich bis Mitte 2008 bei der Rüstung an meinem Gürtel. Er ist scharf ausgeschliffen und perfekt zum Anschneiden des gegrillten Spanferkels geeignet ;o).

Gesamtlänge__________: ca. 40,0 cm

Klingenlänge__________: ca. 25,5 cm

Klingenbreite (am Griff): ca. 4,00 cm

Breite d. Parierstange__: ca. 14,5 cm

Durchmesser Knauf____: ca. 3,70 cm


Einen weiteren, für meine dargestellte Zeit nicht ganz passenden, dafür aber sehr schönen Nieren- oder auch Hodendolch kann ich hier im Anschluß zeigen. Zugelegt habe ich ihn mir im Sept. 07 beim Medieval Emporium in Paderborn.

Gesamtlänge__________: ca. 33,0cm

Klingenlänge__________: ca. 18,0cm

Klingenbreite (am Griff): ca. 2,00cm.

Zweifelsfrei belegt ist diese Dolchform erst für 1300 und später, allerdings gefiel er mir so gut, daß ich ihn einfach kaufen musste.


Zum Abschluß hätten wir hier noch meinen Scheibendolch
(Gesamtlänge ca. 28cm).

Die meisten Fachleute datieren das Erscheinen dieser Waffe in Richtung 1350 und später.

Mit ruhigem Gewissen kann ich den Dolch also -für das 13. Jahrhundert- nicht empfehlen.



( Neu 5 / 04 )

Eine Einzel bzw. Sonderanfertigung der Firma Hobby und Brauchtum.


Zu "Humanitären Zwecken" wurde der Dolch vermutlich auch verwendet. Er dient nämlich vortrefflich zum setzen des "Gnadenstosses" tödlich verwundeter Ritter auf dem Schlachtfeld (da er sehr Spitz ist und durch jede Ritze und jeden Ring kommt). Auf Grund der dreikantigen Ausführung der Klinge werden Kettenringe (auch genietete) "aufgesprengt" und somit ist der Weg z. B. zum Herzen frei.

Die Abschlußscheibe diente dabei wahrscheinlich als Auflagefläche zum aufstützen der Handfläche wodurch man dann das ganze Körpergewicht besser auf den Dolch bzw. die Spitze bringen konnte. Alternativ dazu konnte man sich natürlich auch einfach in voller Rüstung mit dem Oberkörper auf die Scheibe fallen lassen. Das dürfte etwa den selben Effekt gehabt haben.


zum Seitenanfang


[zurück]