Burg 30

Bäslack

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Quelle Bild: 15


Der Ort von dem hier die Rede ist, liegt 10km südwestlich von Rastenburg und nur 4km östlich von Heiligelinde mit der bekannten Wallfahrtskirche.

~ An der Grenze zur Wildnis, die durch Schanzenreste im Plötschendorfer Wald noch heute markiert ist, ließ der für dieses Gebiet zuständige Komtur von Balga 1337 ein hölzernes Wildhaus mit Wällen anlegen. Vermutlich verwendete man dabei Erdwälle einer prussischen Zungenburg, die an dieser Stelle gelegen haben soll. Das östlich anschließende Dorf Bayselawken, das an dem einzigen Zugang zur Burg durch das damalige Sumpfgebiet lag und eine Art Vorburg bildete, erhielt 1361 vom Balgaer Komtur Ulrich Fricke die Handfeste. Das feste Haus diente mit seinem großen Hof auch als Fliehburg für die Bevölkerung und war wohl nicht immer mit voller Besatzung belegt. Um 1390 erfolgte dann der Ausbau aus Stein. Das Ordenshaus Bäslack gehört zum kleinsten Burgentyp der Spätzeit. Diese Kleinburgen fungierten als untergeordnete Verwaltungssitze und als Zwischenwerke militärischer Stützpunktketten. Vergleichbare Ordenshäuser gab es zum Beispiel in Lamgarben, Lötzen, Kremitten, Taplacken und Jaschnitz. Aus dem Jahr 1402 wird berichtet, daß das Haus mit einer Besatzung belegt wird, die den gefangengenommenen Litauerfürsten Swidrigal bewachen soll.

Aus dem Buch: Burgenland Preussen von Friedrich Borchert; Mahnert-Lueg 1987



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