Burg 18

Mergentheim

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Quelle Bild: 14


~ Urkundlich finden wir den Ort zum ersten Mal 1058 als "Mergintaim" erwähnt. Weil sich die Stadt Maria, die Mutter Gottes, als Patronin erkor, sprach und schrieb man oft von Marienheim oder Mariental und wollte damit auch die Herkunft des Namens Mergentheim erklären. Er stammt aber schon aus ganz früher Zeit. Auch die Wortstammkunde lehnt eine Zurückführung auf Maria ab. Sicher ganz abwegig ist, von "Mergental" zu reden. Diese Bezeichnung kann nur der Flur "Mergelter", rechts der Edelfinger Straße zukommen, von der wir in Urkunden aus 1246 und 1365 lesen: "in dem Mergental in Otelvinger Mark". - In den Ortsbezeichnungen erkennen wir oft die Namen der Gründer der Dorfschaften in alter Zeit. Ein Otwolf gründete Edelfingen, ein Igheri Ingersheim, ein Markolf Markelsheim, ein Eltbert Elpersheim, ein Wighart Weikersheim. Wer hat nun für unsere alte Dorfsiedlung seinen Namen gegeben? Der Frankenlandforscher Prof. Weller stellt in der Zeitschrift des Hist.Ver.f.Würtembergisch-Franken 1927 S.35 fest, daß es eine "Marigund" tat. Der Gelehrte sagt dazu noch u.a.:"Wenn gerade der einzige männliche Geschlechtsangehörige der hundertschaftsführer nicht volljährig war, so half man sich mit der Stellvertretung durch die Mutter. Möglich wäre es zwar auch noch, daß erst nach der Gründung ein Frauenname den früheren Männernamen verdrängt haben könnte. Und wenn wir auch über solche Namengebende Frauen weiter nichts wissen, so dürfen wir doch annehmen, daß es sich um Persönlichkeiten handelte, denen zu ihrer Zeit eine überragende Bedeutung innerhalb ihres Kreises zukam". Wir freuen uns, durch Prof. Weller in neuer Zeit endlich die Herkunft unseres Namens glaubhaft erklärt bekommen zu haben mit - Marigundheim

Aus dem Buch: Bad Mergentheim; Führer und Heimatbuch von Hans Löschel 1936; Thomm´sche Buchdruckerei Bad Mergentheim



Quelle Bild: 6


~ Wer die herrliche Marienburg in Preußen, den vormaligen Hauptsitz der Hochmeister des Deutschen Ritterordens, gesehen hat oder sie auch nur von Bildern her kennt, ist betroffen, wenn er hier vor der nüchternen Fassade des Haupthauses des Schlosses steht, das dem Hochmeistertum bis 1809 fast drei Jahrhunderte lang als Residenz diente. Wir wollen aber nicht voreilig lieblose Kritik üben, sondern Wissens- und sehenswertes von unserem Schloß erfahren und betrachten. So wie es sich uns heute zeigt, ist es äußerlich in der Hauptsache mitsamt dem Torbau und dem sich links anschließenden Archivgebäude in der Renaissancezeit von 1524 ab erbaut worden. Vorher stand am gleichen Platze eine feste Burg, die gesichert war von Mauer und tiefem Graben, dem Wasser des Wachbachs und der Tauber durchflossen. Diese Burg hatten sich Herren von Hohenlohe als Grafen von Mergentheim wohl schon gegen Ende des 12. Jahrhunderts errichtet. Sie war aber nicht die erste Burg der Grafen von Mergentheim. Eine noch ältere, eben die aus dem Urmeierhof oder Salhof hervorgegangene, hatte ihren Platz weiter nördlich gegenüber dem Johanniter-(Hänser-)hof. Ein Teil des heutigen Pfarrgangs hat wohl eine Verbindung zwischen beiden Burgen hergestellt. 1219 schenkte Andreas von Hohenlohe "beide Burgen" dem Deutschen Ritterorden, der die alte "veröden" ließ, die neue aber zu einem prächtigen Wohnsitz des Deutschordenskomturs ausgestaltete, der schließlich sogar gut genug war, daß er 1526 dem Hochmeister des Deutschen Ritterordens als Residenz zugewiesen werden konnte. Der ohnehin schon begonnene Umbau der Burg wurde, da diese nun zum Hauptsitz des Ordens geworden war, in großzügiger Weise durchgeführt. Nur wenig ist von der alten runden Wasserburg, die zu jener Zeit schon keinen hohen Verteidigungswert mehr hatte, stehen geblieben.

Aus dem Buch: Bad Mergentheim; Führer und Heimatbuch von Hans Löschel 1936; Thomm´sche Buchdruckerei Bad Mergentheim


Heute befindet sich im Schloß ein Museum des Deutschen Ordens. Tel.: 07931 / 52212 (Anm. des Webmasters)



Schloßkapelle
Quelle Bild:11



Quelle Bild: 14



Dom Erdgeschoß
Quelle Bild: 19



Dom 1. O.G.
Quelle Bild: 19



Dom 2. O.G.
Quelle Bild: 19



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