Burg 17

Insterburg

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Quelle Bild: 7


Insterburg, Stadtkreis. Pflegeramt in der Komturei Königsberg. 1337 vom Hochmeister Dietrich von Altenburg gegründet, zunächst als Komturei, 1347 zum Pflegeramt umgewandelt. Die Burg liegt am linken Ufer der Angerapp, kurz vor ihrer Vereinigung mit der Inster (Angerapp und Inster Quellflüsse des Pregel), in der altpreußischen Landschaft Nadrauen. Durch die Lage 11 Meilen östlich von Königsberg für dieses ein wichtiger Außenposten, den der Orden in den Litauerkriegen aber stets behaupten konnte. Den unmittelbaren Schutz bildeten der Mühlenteich (Schloßsee genannt) und seine zwei Abflüsse zur Angerapp. Entsprechend seiner militärischen Bedeutung eine große Anlage. Das Haus im Quadrat von rund 43,2m Seitenlänge, das sind genau 10 Ruten. Alle vier Flügel voll ausgebaut, doch ist das Innere jetzt modernisiert. Bemerkenswert hier, wie in dem gleichzeitigen Tapiau und dem etwas jüngeren Ragnit der rundbogige Portalbogen, als Abkehr von der Stilschablone, als einfachste künstlerische Form für das hier erforderliche; den Schmuck bilden die Ausdrucksmittel des Ziegelbaues. Nördlich vor dem Hause die 100 m lange Vorburg; die Ringmauern und der Unterbau des runden Bergfriedes ("Peinturm") sind noch Ordenszeitlich. Als Ausgangsort für Kriegerische Unternehmungen brauchte man diese geräumige Vorburg. Unweit der Burg liegt die Hausmühle, die fast bei jedem Ordenshaus zu finden ist. Die Stadt erst 1583 vom Herzog Georg Friedrich mit Stadtrecht begabt; in ihr war 1914 das Hauptquartier des russischen Generals von Rennenkampf, später des Feldmarschalls von Hindenburg.

Aus dem Buch: Die Burgen des Deutschen Ritterordens in Preußen von Bernhard Schmid, Berlin 1938



Quelle Bild: 6



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[Auswahl (Mittelalter)]