Schlochau
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Schlochau, Kreisstadt, im südlichsten Teile von Pommerellen; das Gebiet des Kreises 1312 vom Deutschen Orden gekauft. Etwa 1320 begann der Bau der Burg, als Grenzfeste nach Süden hin und als Etappenstüzpunkt auf der Heerstraße vom Reich nach Preußen. Die Lage auf einer Halbinsel im See ist Wehrbaulich vorteilhaft und landschaftlich von hohem Reiz. Quadratisches Konventshaus. Nach Abbrüchen Ende des 18 Jh. stehen noch ansehnliche Reste der Umfassungsmauern und unversehrt der achteckige Bergfried., 42m hoch, an den Zinnen mit Ordensschilden geschmückt. 1365 war laut Inschrift die Kapelle geweiht, also das Schloß sicher fertiggestellt. Drei Vorburgen in ihren Grabenmauern oder Ringmauern noch erhalten; besonders groß die östliche Vorburg, jetzt Kirchhof. Hiran schließen sich nach Osten hin later Buchenwald, die Luisenhöhe (Besuch der Königin Luise 1803, ihre Fürsprache erhielt den Turm!). Eine Meile östlich von Schlochau das Schlachtfeld vom 18.September 1454, Sieg des Ordensheeres bei Richnau Konitz.
Aus dem Buch: Die Burgen des Deutschen Ritterordens von Bernhard Schmid, Berlin 1938

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