Marienwerder
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Quelle Bild: 6
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(Neu 12/06) Bildquelle: P.Pfaender
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Marienwerder, Regierungsstadt. Altes Bistum Pomesanien. Das Domkapitel, das nach der Regel des Deutschen Ordens lebte, begann etwa 1322 den Bau einer festen Burg zu seiner eigenen Behausung; der ziemlich einheitlich durchgeführte Bau kann höchstens ein Jahrzehnt gedauert haben. Grundriß und Aufriß entsprechen genau denen der Ordensburgen, vier mit Ecktürmen besetzte Flügel umgeben einen nahezu quadratischen Hof. In der Nordfront befindet sich das Tor in hoher Bogenblende, wie in Marienburg und Rehden. Etwa 1325 begann östlich von der Burg für einen neuen Dom der Bau des Chores, der 1330 schon benutzungsfertig war. 1344 bis etwa 1355 Bau der drei Schiffe des Domes, der sich nun unmittelbar an die Burg anschloß, zuletzt Bau des großen Turmes, als Glockenturm der Kirche und zugleich Bergfried der Burg. Das eigenartige ist also der in der Längenrichtung erfolgte Zusammenbau von Kirche und Burg, und vor dieser der lange Bogengang zum Dansker-Turm (Abort). So entsteht hier eine 188m lange charaktervoll gegliederte Baugruppe. Dom und Burg stehen auf dem Uferhügel, der Dansker in der Niederung, in dem 6 Km breiten Flußtale der Weichsel. Das landschaftliche Bild ist von einzigartiger Schönheit. 1798 Abbruch des östlichen und südlichen Schloßflügels, trozdem ist die Gesamterscheinung nicht sehr beeinträchtigt.
Aus dem Buch: Die Burgen des Deutschen Ritterordens von Bernhard Schmid, Berlin 1938

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