Marienburg
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Die Marienburg (Malbork) ist das Aushängeschild der Ordensarchitektur. Mit Ihrer weithin sichtbaren Silhouette an der Nogatseite, die die Macht des Ordensstaates einprägsam veranschaulicht, ist sie der Bau, mit dem jeder -besonders der Laie- die Deutschordensritter in Verbindung bringt. Mit einer Gesamtfläche von ca. 22 ha für Hoch- und Mittelschloß sowie der Vorburg ist sie die größte europäische Burganlage des Mittelalters.

Quelle Bild: 1
Die Elbinger Burg, bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts die wichtigste Residenz des Deutschen Ordens in Preußen, verlor 1309 durch den Beschluß, die Hochmeisterresidenz aus Venedig nach Preußen zu verlegen, ihre Bedeutung. Als neue Residenz wählte Siegfried von Feuchtwangen ein Konventshaus an der Nogat; die unweit von Elbing gelegene Marienburg (Malbork).
Vorburg, Hoch-und Mittelschloß umgab die äußere, dritte Linie der Wehrmauern. Sie verband alle drei Hauptteile der Burg zu einem einheitlichen Gebäudekomplex und schloß im Süden an die Wehrmauer der Stadt an, so dass man sogar von einer vierteiligen Anlage sprechen darf. Der Zugang zur Vorburg und damit zur gesamten Burg führte über das im Osten gelegene Schnitztor, das von zwei ungleichen quadratischen Türmen flankiert war. 1912 wurde es in einem vermeintlichen Mittelalterlichen Aussehen rekonstruiert. 1945 fast völlig zerstört, wurde es erneut wiederaufgebaut, wobei der von Steinbrecht geplante, aber nicht ausgeführte Erker auf der Aussenseite rekonstruiert wurde.

Quelle Bild: 2
Lage
An der Ostseite der Nogat (einem Arm des Weichseldeltas) liegen aneinandergekoppelt Burg und Stadt (im Süden). Die Burg, die von Norden nach Süden aus der VB(Vorburg), dem Mittelschloß und dem Hochmeisterpalast sowie dem Hochschloß besteht, entwickelte sich als lang gezogene Wehranlage entlang dem Ufer. Wassergräben trennten einzelne Teile der Anlage; im Osten und Norden umgab ein Mühlengraben, der bereits 1276 aufgestaut worden war, die Anlage.
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(Neu 12/06) Bildquelle: P.Pfaender
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Dieses und das vorherige Bild zeigen die Fluß-Seite der Anlage. Unten zu sehen, der Hochmeisterpalast.

Quelle Bild: 2
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(Neu 12/06) Bildquelle: P.Pfaender
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Geschichte (Eckdaten)
Nach 1270
Vermutliche Gründung der Siedlung Marienburg
1276
Der Landmeister Konrad von Thierberg verlieh Marienburg die Kulmischen Stadtrechte; dabei wurden Konvent und Komtur erwähnt.
1309
Offizielle Verlegung des Hochmeistersitzes von Venedig nach Marienburg unter Siegfried von Feuchtwangen.
1330
Der Hochmeister Werner von Orseln wurde von einem Ordensbruder beim Portal der Schlosskirche erdolcht
1398
Fertigstellung des Tresslergemachs im Hochmeisterpalast
1410
Zweimonatige erfolglose Belagerung durch die Polnisch-litauischen Streitkräfte, wobei es nicht zu einem Sturm auf die Burg kam.
1454
Erfolglose Belagerung durch Polen und den Preußischen Bund.
1457
Verkauf der Burg (sowie der Burgen in Dirschau und Deutsch Eylau) durch die Ordenssöldner für den ausstehenden Lohn von 190.000 ungarischen Floren an den Polnischen König Kasimir (Kazimierez) IV. den Jagiellonen.
1457
Der Deutsche Orden erobert die Stadt Marienburg zurück; der Versuch, die Burg zu erstürmen, misslang.
Nach 1626
In den folgenden 100 Jahren erlitt die Burg während des Polnisch-Schwedischen Erbfolgekrieges und der beiden Nordischen Kriege etliche Schäden.
1772
Nach der Einnahme Marienburgs durch Preußen infolge der ersten Polnischen Teilung sollte die Burg abgebrochen werden; jedoch Abbruchstopp durch Friedrich II noch im gleichen Jahr.
1882
Regierungsbaumeister Conrad Steinbrecht leitet den wiederaufbau der Marienburg.
Seit 1992
Schutzmaßnahmen am Großen Remter im Mittelschloß.
Aus dem Buch: Die Konventsburgen im Deutschordensland Preußen - Tomasz Torbus

(Neu 11/05)
Hier ein sehr seltenes Bild der Marienfigur (an der Chorseite der Schloßkapelle). Diese Statue wurde im 2. Weltkrieg zerstört.
Bildquelle: "Die Marienburg" von Karl Robert Langewiesche; Verlag Der Eiserne Hammer
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(Neu 12/06) Bildquelle: P.Pfaender
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(Neu 12/06) Bildquelle: P.Pfaender
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Quelle Bild: 1
