I


Die Anfänge

__Auswahl Mittelalter

zur Detailarbeit

Jeder hat ja bekanntlich mal angefangen, und so bin ich auf diesem Bild vom März 2002 im Wappenrock eines Ritters des Dt. Ordens (um 1250) zu sehen.

Gegründet wurde der Orden übrigens unter dem Namen:

"Ordo Domus Hospitalis Sanctae Mariae Teutonicorum in Jerusalem".

Das bedeutet auf Deutsch soviel wie:

"Orden vom Deutschen Hause St. Mariens in Jerusalem".


Im weiteren Verlauf dieser Webseite werden die Abbildungen umfangreicher und historisch noch um einiges genauer werden.

Die hier zu sehende Kettenhaube ist im "Muster" 4 in 1 geflochten und besteht aus ca. 6500 Ringen. Sie ist genau wie der Wappenrock komplett selbst gemacht.

Ich lege zwar meinen Schwerpunkt auf die Darstellung eines Ritters des Dt. Ordens um 1250, allerdings werden auf den folgenden Seiten auch Darsteller anderer Stilrichtungen oder Epochen Antworten auf die ein- oder andere Frage finden.


Mehr zu Basteltips und Bauanleitungen erfahren Sie in den Bereichen "III", " IV ", " VI " und "VIII"

Ausführlicheres zum umfangreichen  Thema "Anlegen der gesamten Rüstung" erfahren Sie im

Dort beschreibe ich anhand von Bildern den gesamten Ablauf des Ankleidens (Zivil wie auch Gerüstet) von der Tunica bis zum Mantel.

Aber auch die weiter oben schon erwähnten Bauanleitungen dürften für den ein- oder anderen von Interesse sein.



Inzwischen hat sich einiges getan. Seit Nov.07 habe ich einen Stand erreicht, der m.E. vorzeigbar ist (dieses und das nächste Bild).

So in etwa könnten zwischen 1230 und 1250 die Ritter des Dt. Ordens ausgesehen haben.

Helm mit darunter getragener Kettenhaube (zu dieser Zeit i.d.R. noch fest mit dem Kettenhemd verbunden), Wollmantel mit einem schwarzen, einfachen Balkenkreuz, Wappenrock aus Leinen, Gambeson (der gesteppte Waffenrock unter dem Kettenhemd getragen), Gambesonbeinlinge und darüber Kettenbeinlinge.

Das ganze ist fürchterlich warm und nicht wenige der Kreuzritter sind nicht vom Feind erschlagen worden sondern schlicht und ergreifend an Hitzschlag oder Dehydrierung krepiert.

Die Standartwaffen der Ritter waren das Schwert und die Lanze; obwohl da natürlich jeder sein Lieblings- "Werkzeug" hatte.

Das hier zu sehende Schwert hat inzwischen ausgedient und wurde durch ein historisch genaues ersetzt. Es kann im Bereich "Waffen" betrachtet werden.


Solch´ einen Helm könnten die Ordensritter zwischen 1250 und 1290 getragen haben.

Bestimmt wird es hierbei aber auch einige kleinere regionale Unterschiede gegeben haben.

Auf die Helmtypen und die ein oder andere technische Besonderheit gehe ich an anderer Stelle dieser Webseite noch ein wenig genauer und ausführlicher ein (Kapitel III).

Der Schild (nein das ist kein Tippfehler, es heißt wirklich DER Schild) war damals aus Holz und nicht, wie uns viele Glauben machen wollen, aus Metall. Dazu mehr im folgenden Kapitel II.

Das Kettenhemd, und seine Bauanleitung können in einem eigenen Kapitel betrachtet werden (IV).




Detailarbeit:
zum Seitenanfang


Inzwischen existiert diese Seite schon seit dem 25. 10. 02 und das ein- oder andere Detail ist inzwischen dazu gekommen.

Zum einen wären da die wunderschönen, historisch genauen Stiefel zu nennen, und zum zweiten wäre da die Wasserflasche aus Leder.

Beide Gegenstände bekam ich vom Schuhmachermeister "von der Heide" (siehe Hot-Links am Linken Seitenrand) und kann mich jederzeit wieder daran erfreuen, da diese Teile so herrlich anzuschauen sind. Aber Urteilen Sie selbst:

Die nach Bodenfunden rekonstruierten Stiefel.


Wer sich eingehender mit der Darstellung des Mittelalters beschäftigt, wird verstehen, warum ich so zufrieden mit den neuen Teilen bin. Es ist nämlich wirklich nicht einfach schöne und gute Wasserflaschen aus Leder, geschweige denn ordentliches Schuhwerk zu finden.

hier meine wunderschöne, aus Leder gefertigte Wasserflasche.
Fassungsvermögen: ca. 1,5 L.

Im Frühjahr 2006 hatte ich Gelegenheit mir "Trippen" (eine Art Holzsandalen) zu kaufen.

Diese Trippen sind besonders bei schlechtem Wetter oder / und asphaltierten Wegstrecken zu empfehlen, da man sich sonst die teuren und kostbaren Schuhe relativ schnell zu Schande läuft.


(Neu 7 / 06)

Anders als im Mittelalter ist historisch genaues Schuhwerk Heute nämlich keine Wegwerf-Ware sondern (jeh nach Anbieter) gerade mal so erschwinglich bis sündhaft teuer und daher einfach zu schade nur eine Saison zu halten.

Auch früher wurden schon Trippen verwendet. Damals jedoch um auf den Straßen der Städte und Dörfer nicht durch Fäkalien waten zu müssen. Da in jenen Tagen eine unterirdische Kanalisation noch nicht zur Verfügung stand wurden die Abwässer einfach vor´s Haus auf die Straße gekippt.


Seit März 2007 kann ich (für die zivile Gewandung) auch Schuhe präsentieren die (nach Ordensregel) ohne Schnäbel, Schnallen und Schnüre gefertigt wurden und ebenfalls nach Bodenfunden nachgebaut wurden.

Die Extra Lederteile sind mit Holzstiften befestigt

Mein besonderer Dank hierfür gilt der Firma Lederstern!


zum Seitenanfang



[Auswahl Mittelalter] [vor zu Kapitel II]

Suchworte: Deutscher Orden Ritter Bauanleitung Topfhelm Kettenhemd Kettenhaube Bauanleitungen 1250 Mittelalter Gewandung Ordensritter Ritterorden Schwert Kettenbeinlinge Deutschorden Burgen Deutschordensburgen Kreuzritter Medieval Crusader