VI
Die Beinlinge
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EIGENBAU
Das Material:
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So sehen also 25.000 Kettenringe aus, wenn diese auf einem Haufen liegen. Ich hoffe, das ich nicht alle brauchen werde (eine sich anbahnende Ringphobie?? *lach*). Für meine Kettenbeinlinge nehme ich 12mm Ringe, weil ich meine, für Beinlinge wäre das völlig ausreichend. Diese Ringe beziehe ich zu einem fairen Preis von Camera Armae Normannorum (Danke Jörg).
Nun müssen diese Ringe natürlich auch unten am Fuß in irgendwas eingehängt werden. Aus diesem Gund habe ich mir Lederstreifen besorgt. Für die Sohle habe ich 5mm Starkes Leder, für die Auflage 3mm Materialstärke vorgesehen (damit die Ringe auch unter Belastung nicht ausreißen). |
Als nächstes dann das Aufzeichnen der Fußumrisse
auf die Ledersohle und die Auflage.
>>weiter unten komme ich dann zum Kettengeflecht<<
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Nun werden die vorgezeichneten Umrisse mit einem Ledermesser oder einer Lederschere (im Fachhandel zu beziehen) vorsichtig ausgeschnitten (unbedingt etwas dickes -vielleicht eine alte Schuhsohle- unterlegen, falls mit dem Messer gearbeitet wird, sonst ist der schöne Couchtisch hin).
Bitte super vorsichtig dabei, denn das gerade angesprochene Spezialwerkzeug ist Höllisch scharf und verzeiht nicht die geringsten Fehler.
Und so sehen diese Teufelsgeräte aus: |
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Das Lederband habe ich selber um den Griff gewickelt (anm. des Verfassers).
ausserdem wäre es von Vorteil, wenn eine sogenannte Feinloch-Zange zur Hand wäre. Ja, sie sieht genau so aus wie eine normale Lochzange, macht aber wesentlich feinere Löcher. |
Nun noch handelsübliches Niet-Werkzeug und es kann losgehen.
Das Basteln:
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Nun wird die ausgeschnittene Auflage auf die Sohle aufgebracht und vernietet (Hohlnieten). Die dafür nötigen Löcher habe ich mit einem kleinen elektrischen Handbohrer einer bekannten Marke mit "D" gebohrt.
Der Vorgang im einzelnen: - Stechen (mit einem sog. Nähheft) - Bohren - Lochzange - 1mm Locheisen (das schmale rote Teil) - Nieten im folgenden Bild habe ich alle von mir benutzen Werkzeuge und einen kleinen Teil meines Fortschrittes dokumentiert. Hier im obersten Tütchen sind 8mm kurze Nägel zu sehen, die ich zusammen mit der schwarzen Klemme unten benutzt habe um die Auflage zu fixieren. |
hier zu sehen: die Unterseite der linken Sohle.
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Beide Lederstücke aufeinanderlegen und fixieren (Klemme) damit sich hinterher nichts verschiebt. Nun an der Spitze der Sohle -nach dem vorstechen- die erste Bohrung beginnen. Durchbohren beider Stücke, anschließend die dünnere Auflage mit der Lochzange weiten. Dann die Löcher mit dem Locheisen (1mm) von beiden Seiten noch mehr weiten und beide Lederteile hinterher vernieten. Dies ist nötig, da ich erst klein vorbohre und dann langsam den Durchmesser der Löcher auf das benötigte Maß bringe. Jetzt (falls gewünscht) die Spitze(n) der Sohle(n) vorsichtig etwas hochbiegen (falls gewünscht) und wieder fixieren (Klemme und Nägel). Sodann beginnt der Vorgang von neuem um weitere Bohrungen zu setzen und zu vernieten. So wird jetzt einmal rund um die Sohle Niete neben Niete plaziert.
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Abschließend werde ich eine Lage Kork und darüber eine dünne Lage weichen Leders aufbringen, damit ich mir an den Nagelköpfen oder den Nietabschlüssen nichts aufreiße. Nachdem die Sohlen nun soweit fertiggestellt wären, können wir mit den Kettenarbeiten beginnen. Ich bin folgender Weise vorgegangen: Zuerst habe ich den Umfang meiner Oberschenkel gemessen (mit Gambeson) und dann eine Kette mit der Reihenfolge 1-2-1-2. . . begonnen (siehe Bild). |
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Diese Kette muß nun so lang werden wie der gemessene Oberschenkelumfang (mit Gambeson-Beinlingen gemessen?). Nach ein paar Reihen (die Technik des "flechtens" habe ich ja beim Kettenhemd bereits erklärt) schließe ich diese Kette und arbeite mich dann nach unten vor.
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Da der Umfang der Beine abnimmt je weiter man nach unten kommt, muß man natürlich auch die Anzahl der Ringe verringern die verarbeitet werden. Dies geschieht umgekehrt zur Technik der Kettenhaube, also 3 Ringe in einem zusammenfassen. Wir erinnern uns, bei der Haube mussten wir "Erweiterungsringe" einsetzen um den Durchmesser zu vergrößern. Hier passiert eben genau das umgekehrte.
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